Praxisordnung
1. Geltungsbereich
Diese Praxisordnung dient einem respektvollen, verlässlichen und geschützten Miteinander in der psychotherapeutischen Praxis. Sie gilt für alle Patientinnen und Patienten sowie für Begleitpersonen.
2. Terminvereinbarung
Vereinbarte Termine sind verbindlich und sollten pünktlich wahrgenommen werden. Um laufende Therapiesitzungen nicht zu stören, erscheinen Sie bitte frühestens fünf Minuten vor Ihrem Termin in der Praxis. Bei Verspätungen verkürzt sich die Behandlungszeit entsprechend.
3. Absage und Ausfall von Terminen
Kann ein Termin nicht wahrgenommen werden, bitten wir um möglichst frühzeitige Absage, mindestens 48 Stunden vor Ihrem Termin.
Nicht rechtzeitig abgesagte oder unentschuldigt versäumte Termine werden nach den geltenden gesetzlichen und vertraglichen Regelungen privat in Rechnung gestellt.
4. Vergütung und Kostenerstattung
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Psychotherapeutische Leistungen im Rahmen der Richtlinienpsychotherapie werden bei gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Die Abrechnung erfolgt direkt über die Gesundheitskarte.
Private Krankenversicherung und Beihilfe: Bei privat versicherten Patientinnen und Patienten sowie Beihilfeberechtigten richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Versicherungs- bzw. Beihilfevertrag. Es empfiehlt sich, vor Beginn einer längerfristigen Behandlung die individuellen Erstattungsbedingungen zu klären.
Selbstzahler:Selbstzahler tragen die Kosten der Behandlung selbst. Die Abrechnung erfolgt nach der jeweils geltenden GOP/GOÄ.
5. Alkohol und andere Substanzen
Das Erscheinen zu einem Termin unter deutlichem Einfluss von Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen kann dazu führen, dass der Termin nicht durchgeführt werden kann. In diesem Fall gelten die Regelungen für nicht wahrgenommene Termine.
6. Mobiltelefone und elektronische Geräte
Während der Behandlung sollten Mobiltelefone und andere elektronische Geräte ausgeschaltet oder lautlos gestellt werden. Ton-, Bild- oder Videoaufnahmen innerhalb der Praxis sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung aller betroffenen Personen zulässig.
7. Begleitpersonen
Begleitpersonen können grundsätzlich nur nach vorheriger Absprache und mit Zustimmung der Patientin bzw. des Patienten an Gesprächen teilnehmen. Bei Kindern und Jugendlichen gelten die hierfür vereinbarten Regelungen.
8. Akute Krisen und Notfälle
Die Praxis ist nicht für die unmittelbare Versorgung akuter psychiatrischer oder medizinischer Notfälle ausgelegt. In akuten Notfallsituationen ist unverzüglich professionelle Notfallhilfe in Anspruch zu nehmen.
9. Wartebereich und Räumlichkeiten
Die Räumlichkeiten und Einrichtungsgegenstände der Praxis sind sorgfältig zu behandeln. Aus Gründen der Vertraulichkeit bitten wir darum, die Privatsphäre anderer wartender Patientinnen und Patienten zu respektieren.
10. Änderungen von Kontaktdaten, des Versicherungsstatus
Änderungen der persönlichen Kontaktdaten, insbesondere Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Anschrift, sowie Änderungen des Krankenversicherungsverhältnisses sind der Praxis unverzüglich mitzuteilen.
11. Beendigung der Behandlung
Die Behandlung kann von beiden Seiten beendet werden. Eine Beendigung sollte nach Möglichkeit in einem persönlichen Gespräch erfolgen, damit das weitere Vorgehen gemeinsam besprochen und gegebenenfalls eine geeignete Weiterbehandlung organisiert werden kann.
12. Schweigepflicht und Datenschutz
Die Schweigepflicht ist ein wesentlicher Bestandteil der psychotherapeutischen Behandlung. Alle im Rahmen der Therapie anvertrauten persönlichen und gesundheitlichen Informationen werden streng vertraulich behandelt und grundsätzlich nicht ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung an Dritte weitergegeben.
Der Datenschutz hat in unserer Praxis einen sehr hohen Stellenwert. Personenbezogene und insbesondere gesundheitsbezogene Daten werden ausschließlich im Rahmen der Behandlung und entsprechend den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen verarbeitet und geschützt.
Eine Weitergabe von Informationen, beispielsweise an Ärztinnen und Ärzte, Angehörige, Schulen oder andere Institutionen, erfolgt grundsätzlich nur mit Ihrer vorherigen Zustimmung und im vereinbarten Umfang. Gesetzliche Ausnahmen von der Schweigepflicht bleiben hiervon unberührt.
Weitere Informationen zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
13. Haftung
Die psychotherapeutische Behandlung erfolgt nach den geltenden fachlichen und gesetzlichen Standards mit größtmöglicher Sorgfalt. Wie bei jeder medizinischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung kann jedoch keine Garantie für einen bestimmten Behandlungserfolg übernommen werden.
Die Praxis haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für Schäden, die durch eine schuldhafte Verletzung vertraglicher oder gesetzlicher Pflichten entstehen. Für persönliche Gegenstände, die in den Praxisräumen verloren gehen oder beschädigt werden, wird keine Haftung übernommen, soweit kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten der Praxis vorliegt.
Die psychotherapeutische Behandlung ersetzt keine notwendige medizinische oder psychiatrische Notfallversorgung. Bei akuten Krisen oder medizinischen Notfällen sind geeignete Notfallstrukturen in Anspruch zu nehmen.
14. Schlussbestimmungen
Anwendbares Recht: Für das Behandlungsverhältnis gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Zwingende gesetzliche Vorschriften, insbesondere zum Schutz von Patientinnen und Patienten, bleiben unberührt.
Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser Praxisordnung ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige gesetzlich zulässige Regelung, die dem Zweck der ursprünglichen Bestimmung möglichst nahekommt.